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Donnerstag, 10. September 2015

Nicht alles läuft immer glatt

Bisher hatte ich eine sehr gute Vorbereitung. Ich liege mit den Kilometern insgesamt noch vor dem Plan und bin ohne irgendwelche Blessuren davon gekommen. Lediglich einen Lauf musste ich sausen lassen aufgrund von unerträglicher Hitze. 

Am Dienstag früh wachte ich dann mit Halsschmerzen und leichten Schluckbeschwerden auf. Allgemein schlecht gefühlt hab ich mich nicht einmal, nur die Nase lief etwas und eben die Sache mit dem Hals. Dennoch war ich alarmiert. So knapp 2,5 Wochen vor dem Marathon wollte ich kein Risiko eingehen mir eine schwerere Erkältung einzufangen und am Ende noch flachzuliegen. Also hab ich den für Dienstag geplanten einstündigen langsamen Lauf sein gelassen und mir stattdessen eine heiße Zitrone nach der Anderen hinein geschüttet. Dazu gab es dann noch ein schön heißes Erkältungsbad. 


Nachdem ich gestern dann auch noch einen Ruhetag eingelegt habe, konnte ich heute schon wieder komplett beschwerdefrei meine Runden drehen. Aus dem geplanten Intervalltraining habe ich dann allerdings einen eineinhalbstündigen Lauf mit Tempowechseln gemacht. Zusammengekommen sind etwas mehr als 15km - und es fühlte sich gut an!

Manchmal ist es eben doch besser einmal etwas weniger zu machen und vielleicht auch mal einen Lauf auszulassen. Dafür kann man dann schneller und gestärkt wieder einsteigen.

Montag, 31. August 2015

Reiseplanungen

Da es jetzt nur noch wenige Wochen bis zum Marathon sind, wird es auch Zeit sich einmal um die Reiseplanung zu kümmern. Da meine Frau und meine Tochter hier in Nordrhein-Westfalen keine Ferien haben, wird die Reise leider nur ein abenteuerlicher Kurztrip - quasi ein verlängertes Wochenende. Die beiden bekommen aber wenigstens eine Sonderfreistellung für einen Tag, so dass die Abreise am Montag erfolgen kann. Wie der aufmerksame Leser meines Blogs ja weiß, geht es hier um den Loch Ness Marathon. Das Ziel der Reise ist also Schottland!


Zuerst einmal ging es also darum Flüge zu buchen. Unser nächstgelegener Flughafen ist Köln, die nächst größere Stadt zum Loch Ness (mit Flughafen) ist Inverness. Sucht man auf den einschlägig bekannten Portalen also mit diesen Daten, erlebt man dann erstmal sein blaues Wunder! Die Flüge sind sehr teuer, haben mindestens 2 Zwischenstopps und dauern dementsprechend zwischen 12 und 14 Stunden! Zumeist geht es von Köln nach Amsterdam, London oder Kopenhagen. Von dort aus dann nach Manchester oder Belfast und erst von da aus nach Inverness. Für uns war das keine Option - zu teuer, zu lang und die Flüge gehen schon ab Köln morgens los und nicht erst mittags.

Als Lösung fand ich dann folgende Verbindung: mit dem ICE geht es Freitag mittags los nach Frankfurt/Main. Von dort gibt es einen Direktflug nach Aberdeen in Schottland. Von Aberdeen aus geht es dann wiederrum mit dem Zug (Scotish Rail) weiter nach Inverness. Für uns ergibt das gleich mehrere Vorteile:
  • die Reisezeit verkürzt sich extrem im Vergleich zur oben genannten Lösung: nicht ganz eine Stunde mit dem ICE nach Frankfurt, etwas mehr als eine Stunde Aufenthalt mit Zeit für Terminalwechsel, knapp 2 Stunden Flug nach Aberdeen (Zeitumstellung -1 Stunde) und dann noch einmal knapp 2 Stunden für den Zug nach Inverness
  • nur noch knapp ein Drittel des Preises der oben genannten Flugverbindungen
  • Abreise mittags
  • noch ein wenig "Landschafts Sight-Seeing" per Bahn auf der Fahrt in die Highlands!
Die auf der Karte angegebene Reisezeit bezieht sich auf die Abfahrt ab Aberdeen. Der Flughafen liegt etwas außerhalb in Dyce und verkürzt die angegebene Fahrtzeit um ca 10 - 15min.
Unsere Unterkunft werden wir dann in Dores haben, direkt am Loch Ness, nur wenige Meilen von Inverness entfernt. Wir haben letztes Jahr auf einer Hochzeit in der Verwandtschaft liebe Leute kennen gelernt, die dort wohnen und uns netterweise aufnehmen für die Zeit!

Samstags werden wir dann nach Inverness fahren und dort die Startunterlagen abholen, an der Pasta-Party teilnehmen und mit Sicherheit auch ein wenig Sight-Seeing betreiben. Die nähere Umgebung in Dores schauen wir uns mit Sicherheit auch an! Sonntag geht es für mich dann früh los zum Transfer zum Start des Marathons in der Nähe von Fort Augustus. Zieleinlauf ist wiederrum in Inverness, wo auch das Festival of Running stattfindet. Dort werde ich meine Familie dann wieder treffen.

Montags geht es dann leider auch schon wieder zurück. Mittags geht der Flug wieder ab Aberdeen nach Frankfurt. Eine Erholungsreise wird das mit Sicherheit nicht, aber das war uns von Anfang an klar! Wir sehen es als Abenteuer und sehen die Reise selbst als das Ziel an. Mittlerweile sind schon alle ziemlich aufgeregt, aber wir freuen uns schon sehr auf dieses Abenteuer und können es eigentlich gar nicht mehr erwarten schottischen Boden zu betreten! Failte gu Alba!

Dienstag, 25. August 2015

Woran man erkennt, dass es Zeit ist für neue Schuhe

Erfahrungsberichte hab ich schon ein par Mal abgegeben, was neue Schuhe und Eindrücke damit betrifft. Immer wieder erklärt man dabei, dass man ja neue Schuhe brauchte, weil die alten abgenutzt waren. Klar - wir Läufer sind da meist besonders empfindlich und entwickeln meist auch eine gewisse Schuhaffinität. Darüber hinaus probieren wir natürlich gerne neue Modelle aus. Wahrscheinlich ist deswegen schon so manches Modell eigentlich zu früh aussortiert worden...

Ich habe mir einmal die Mühe gemacht ein paar Modelle meiner Auswahl genauer unter die Lupe zu nehmen und möchte anhand dieser zeigen, wann es Zeit wird für neue Schuhe. Zu diesem Zweck hab ich folgende Modelle gewählt: Asics Gel Kinsei 4, Asics Gel Nimbus 16 und Salomon SpeedCross 3CS.

Die Kinsei 4 nutze ich nur noch als Freizeitschuh, um mal eben etwas an den Füßen zu haben, wenn ich mal auf die Schnelle vor die Tür muss oder dergleichen. Sie haben bereits über 1100km hinter sich. Für Training würde ich sie nicht mehr nutzen, weil die Dämpfung (in Form der Gelpolster an den Fersenbereichen) schon ziemlich gelitten hat. Die bei diesem Schuh noch dazu sehr spezielle Form der Polster reißt bereits ein - eine ordentliche und sachgemäße Dämpfung ist somit nicht mehr gegeben.
 
Gel-Polster eingerissen am Kinsei 4
Bei Schuhen mit durchgehender Sohle beobachtet man analog dazu zuweilen, dass der Schuh "schief steht" und die Polster nicht mehr wirklich in ihre Ausgangsposition zurück kommen. Auch dann ist es allerhöchste Eisenbahn, sich nach Ersatz umzusehen.

Es gibt weitere Hinweise auf stark beanspruchte und ausgereizte Schuhe. Nicht immer muss das Auftreten eines dieser Kriterien sofort das Aus für den Schuh bedeuten, die Kombination mehrerer dieser Anzeichen aber sollte definitiv zum Ersatz anregen.

Betrachtet man einmal die Sohle der Schuhe wird man feststellen, dass diese mit der Zeit "abreibt". Ähnlich einem Autoreifen verliert die Sohle an Profil. Ebenso ähnlich wie bei den Reifen kann es dann sein, dass man im wahrsten Sinne des Wortes den Grip verliert und zum Beispiel auf nassen Untergründen plötzlich wegrutscht!
 
Abgenutzte Sohle am Kinsei 4 (mehr als 1100km)
Abnutzungserscheinungen am Nimbus 16 nach knapp 870km
Meine Erfahrungen bisher haben gezeigt, dass diese deutlichen Abriebe sich grade bei Asics-Modellen in meinem Fall meist so ab 750-800km zeigen. Natürlich sind die Schuhe dann noch nicht reif für die Tonne, wenn dies die einzige Auffälligkeit ist. Den Nimbus 16 laufe ich zum Beispiel auch immer noch gern im Training.

Am Beispiel der SpeedCross 3 CS sieht man das dieser Abrieb bei Trailschuhen (aufgrund der weicheren Mischung des Sohlenmaterials) meist früher einsetzt - speziell wenn man mit diesen Schuhen dann doch einen größeren Teil der Kilometer auf Asphalt läuft. Meine SpeedCross haben nun knapp 550km runter und die Sohle sieht schon angegriffen aus - ansonsten zeigen sie allerdings noch keine weiteren Abnutzungserscheinungen! Da sie außerdem über eine Vielzahl von diesen dicken Stollen verfügen, ist hier sogar noch genug Grip auf matschigen Untergründen vorhanden.

Salomon SpeedCross 3 CS mit leicht lädiertem Profil
Anhand solch abgelaufener Sohlen, wie bei den 3 Modellen hier gezeigt, lassen sich auch sehr gut Rückschlüsse auf das Abrollverhalten des Fußes ziehen. Bei einer Beratung im Laufladen oder Sportgeschäft greifen die Fachleute daher gerne auf diese Infos zurück. Also beim Neukauf im Laden unbedingt einmal die alten Schuhe einpacken!

Ein weiterer wichtiger Kritikpunkt für den Schuh ist sein Sitz und die damit verbundene Festigkeit. Diese leidet, wenn sich am Obermaterial und an den Innenbereichen des Schuhs Mängel ergeben. Gerne reißt dann zum Beispiel das Material des Fersenschaftes ein. Hier gut zu sehen beim Kinsei 4:

Eingerissener Stoff am Fersenschaft vom Kinsei 4
Durch die andauernde Abrollbewegung des Fußes knickt der Schuh an der Spitze quasi kurz hinter den Zehen immer wieder ein. Grade an dieser Stelle leidet daher oft das Obermaterial. Hier zeigen sich dann Risse (bei meinen Kinsei 5 leider schon nach 250km) oder es lösen sich auch gern einmal Nähte. Als Folge leidet der Gesamteindruck des Schuhs am Fuß - er wirkt "ausgelatscht" und labbrig und bietet dem Fuß nicht mehr genügend Halt.

Aufgegangene Naht am Asics-Logo an den Nimbus 16
Schaut man sich seine Schuhe immer wieder genau an und achtet frühzeitig auf den schleichenden Verschleiß, kann man auch reagieren und sich neue Schuhe zulegen. Diese neuen Modelle wollen und müssen natürlich eingelaufen werden. Trägt man die alten und die neuen Schuhe einige Zeit im Wechsel, so findet man mit Sicherheit einen geeigneten Zeitpunkt die alten Schuhe endgültig auszusortieren und hat in der Zwischenzeit die neuen Schuhe angemessen eingelaufen. Die Abwechslung für die Füße durch das Tragen von unterschiedlichen Schuhen zu den verschiedenen Trainingseinheiten hat außerdem einen positiven Einfluß auf die Fußmuskulatur. Diese kann sich nicht den Schwachstellen eines einzelnen Modells anpassen und wird immer wieder aufs neue gefordert. Das ist somit auch gleichzeitig eine Art von Verletzungsvorbeugung...

Mittwoch, 17. Juni 2015

Ausprobiert: Wildreis mit Ei, Pilzen und Spargel

Es war mal wieder an der Zeit ein Rezept auszuprobieren. Die aktuelle Runnersworld lieferte mit einem Beitrag über Reisgerichte für Läufer auch gleich ein passendes Rezept. Sie stellen da verschiedene Gerichte vor. Eigentlich alle sind grundsätzlich interessant und ich würde sie auch alle einmal probieren. Allerdings ist es wie so häufig: ohne Gang zum Bio-Laden oder ähnlichen spezialisierten Shops sind viele Zutaten nicht zu bekommen. Die normalen Supermärkte haben halt selten Zutaten, wie z.B. roten Reis, Kimchi oder Mirin. Aus diesem Grund habe ich mich für eine herzhafte, von den Zutaten nicht zu exotische Variante entschieden. 

Für drei bis vier Portionen braucht man folgende Zutaten:

  • 250g Wildreis
  • 1 Bund grüner Spargel
  • 250g braune Champignons
  • ein Ei pro Portion
  • 3 EL Olivenöl
  • Saft einer halben Zitrone
  • 2 EL Dill
  • 1 Knoblauchzehe
  • 1/2 TL Salz
  • 1/2 TL Chillipulver
  • 1 Prise schwarzen Pfeffer


Grünen Spargel hatte mein lokaler Markt heute nicht, daher habe ich weißen Spargel genommen (der uns hier im Allgemeinen auch besser schmeckt). 

Zuerst kocht man den Reis nach Anleitung auf der Packung. Da Wildreis meist länger braucht und recht lange quellen und das Wasser aufnehmen muss, kann man in der Zwischenzeit schon einmal die anderen Dinge vorbereiten. Der weiße Spargel muss geschält und in mundgerechte Stücke geschnitten werden. Bei  grünem Spargel entfällt das Schälen. Die Pilze werden geputzt und in Scheiben geschnitten. Beide Zutaten werden dann gedünstet. Richtwert für die Zeit hier: ungefähr eine Viertelstunde.


Aus dem Olivenöl, den Kräutern bzw. Gewürzen sowie dem Zitronensaft rührt man ein Dressing an. Nun ist es an der Zeit die Spiegeleier fertig zu machen. Ist der Reis fertig, wird er portionsgerecht auf Teller oder Schalen verteilt. Die Pilze und der Spargel werden auf den Reis gegeben. Das Dressing träufelt man über den Teller und zum Schluss wird pro Portion ein Spiegelei oben drauf gelegt. 


Mit grünem Spargel sähe es noch etwas besser und farbenfroher aus. Geschmeckt hat es dennoch sehr gut. Es ist eine kräftigende Mahlzeit mit vielen wertvollen Nährstoffen, wie Phosphor, B-Vitaminen und Magnesium. (Nicht nur) Für Läufer also eine ideale Mahlzeit!

Mittwoch, 6. Mai 2015

Ausprobiert: Spargelcurry mit Garnelen und Kokos

Ich probiere ja gerne neue (Läufer-)Rezepte aus. Das ein oder andere habe ich hier ja auch schon vorgestellt. Als ich das neue Magazin "Laufen.de - Das Magazin" gelesen habe, stach mir auch gleich der Artikel mit den Spargelrezepten ins Auge. Spargel esse ich ziemlich gern - meist klassisch, quasi "pur" gekocht mit Schinken und Sauce Hollandaise. Warum also nicht auch mal etwas exotischeres mit Spargel ausprobieren? Heute habe ich daher einmal das Spargelcurry mit Garnelen und Kokos nachgekocht. Und ich kann nur sagen: es lohnt sich!
 

Für 4 Personen benötigt man folgendes:

  • 250g weißer Spargel
  • 250g grüner Spargel
  • 2 rote Zwiebeln
  • 1 Stängel Zitronengras
  • 2 EL (Erdnuss-)Öl
  • 150g rote Linsen
  • 3 TL rote Currypaste
  • 400ml Kokosmilch
  • 400ml Gemüsefond
  • 16 Gambas oder 200g Riesengarnelen (die günstigere Alternative)
  • 3 Korianderzweige
  • Meersalz, Pfeffer

Der Einkauf der Zutaten erwies sich als etwas schwierig. Zitronengras habe ich nicht frisch bekommen und Koriander gar nicht. Selbst der gut sortierte Bio-Laden hatte beides nicht. Zitronengras gab es wenigstens getrocknet.

Zuerst schält man also den Spargel und schneidet ihn dann in ca. 2 bis 3 Zentimeter lange Stücke. Zu beachten ist hierbei, dass die holzigen Enden abgeschnitten werden. Grünen Spargel schält man nur am unteren Ende. Sowohl beim weißen als auch beim grünen Spargel sollte man sich Zeit nehmen und sorgfältig arbeiten, da unsauber geschälte Stangen zu bitterem Geschmack und holziger Konsistenz neigen.

Auch die Zwiebel werden geschält und in Streifen geschnitten. Hat man frisches Zitronengras bekommen, so wird es mit dem Messerrücken leicht geklopft und halbiert. Linsen, Zwiebeln und Zitronengras werden dann im heißen Öl ca. 3 Minuten glasig gedünstet.


Tipp an dieser Stelle, wenn man (wie ich) getrocknetes Zitronengras verwendet: am Besten das getrocknete Zitronengras in ein Teeei oder Kräuterbeutelchen geben, so kann man es nach dem Kochen leicht entfernen. Die getrockneten Stücke werden selbst nach der ganzen Kochzeit nicht mehr weich und man hat dann ansonsten lauter kleine, harte Spelzen im Essen.
Als nächstes gibt man die Currypaste hinzu und gießt die Kokosmilch und den Fond mit in den Topf und kocht alles für 10 Minuten.


Die roten Linsen verlieren dabei leider ihre knallige Farbe. Die Spargelstücke werden nun hinzu gegeben und weitere 10 Minuten kochen gelassen. 


Hat man frische Gambas, so kann man diese in der Zwischenzeit vorbereiten. Dazu spült man diese unter kaltem Wasser ab, entfernt den Darm und würzt sie mit Salz und Pfeffer. Die fertig gekauften Riesengarnelen kommen nach den genannten 10 Minuten einfach so mit in den Topf. Alles wird weitere 5 bis 10 Minuten köcheln gelassen.


Zum Schluß schmeckt man alles mit Meersalz und Pfeffer ab. Serviert wird es mit frischem Koriander bestreut. Da mir dieser gefehlt hat, habe ich als Alternative frische Minze-Bläter aus dem Garten klein geschnitten und diese drüber getreut.


Geschmeckt hat es uns ziemlich gut. Die Kombination von Garnelen und Spargel schmeckt ausgezeichnet. Aus Läufersicht ist der Spargel sehr wertvoll, da er durch seine enthaltene Folsäure und Vitamin B12 das Herz stärkt, durch einen recht hohen Anteil an Calcium und Magnesium gut für die Knochen ist und außerdem bekannterweise gut für die Nieren ist. 

Alles in allem ein weiteres leckeres Rezept, das mit Sicherheit nicht nur Läufern schmeckt. Die Zubereitung ist hier auch recht einfach. Das Aufwendigste ist es wirklich alle Zutaten zu bekommen und den Spargel ordentlich zu schälen. Der Rest geht recht einfach vonstatten.

Freitag, 24. April 2015

Regeneration

Ein richtiges Training zeichnet sich durch Belastungen und auch Entlastungen aus - Ruhephasen, in denen der Körper Zeit bekommt, sich zu stärken und zu regenerieren. Aber wie sieht es eigentlich nach einem Wettkampf aus? Man hat sich über Wochen, gegebenenfalls Monate, auf ein Ereignis vorbereitet und intensiv trainiert. Aber was kommt danach? Ausgelaugt? Müde?


Ich habe mich ein wenig eingelesen in einigen Zeitungen und Online-Artikeln, da ich mit dem Halbmarathon in Bonn ja nun den ersten Meilenstein dieses Jahres hinter mir habe. Klar bin ich noch motiviert und würde irgendwo schon am liebsten auf gleichem Level weiter trainieren. Dass das auf die Dauer aber so nicht gut gehen kann, liegt eigentlich auf der Hand. Irgendwann wird also sonst unweigerlich ein Punkt erreicht sein, an dem der Körper ausgelaugt ist und man regelrecht auf dem Zahnfleisch gehen würde.

Zunächst gilt es also, die unmittelbare Zeit nach dem Wettkampf zu betrachten. Dazu taucht in annähernd allen Artikeln immer wieder ein Herr Jack Foster auf, auf dessen Gewohnheiten und Erkenntnissen eine Art Faustformel basiert. Selbst Lauftrainings-Koryphäen wie Herbert Steffny berufen sich auf den Marathonläufer aus den 70er und 80er Jahren. Demnach benötigt der Sportler nach dem Wettkampf die halbe Kilometerzahl des Wettkampfes an Tagen zum Regenerieren. Sprich bei einem Halbmarathon, in meinem Fall, kommt man somit auf 10 - 11 Tage, bei einem Marathon schon fast auf 4 Wochen! Selbst bei einem 10km-Wettkamf wären es somit immer noch 5 Tage...

Regeneration bedeutet nun allerdings nicht, das man sich am Abend des Wettkampfes in den Sessel kippen lässt und erst nach der oben genannten Anzahl an Tagen wieder aufstehen wird. Eine aktive Regeneration wird dabei ausdrücklich empfohlen! Hierbei sollte man beachten, das man keine intensiven Einheiten wie z.B.Intervalltraining in dieser Zeit durchführen sollte. Alternativtraining wie z.B. Radfahren oder Schwimmen würde sich anbieten, aber auch langsames Laufen ist durchaus eine Option.

Als richtiges Lauftempo wird an mehreren Stellen für die Regenerationsläufe eine Pace angegeben, die 90-120 Sekunden pro Kilometer über dem 10 km-Wettkampftempo liegt. In meinem Fall läge ich dabei dann so zwischen 6:40 und 7:00 min/km. Für die Leute, die nach Puls trainieren, würde das dann einer maximalen Belastung von 60 bis 70% des Maximalpulses entsprechen.

Gerade da ja meine neuen Schuhe geliefert worden sind, hab ich mich recht schnell für diese aktive Form der Regeneration entschieden. 3 Tage nach dem Halbmarathon hab ich eine erste langsame Runde gedreht, heute (weitere 2 Tage später) wieder eine ganz lockere Runde. Beim ersten Lauf waren es knapp über 5 km und heute etwas mehr als 7 km. Ich habe ja schon häufiger erwähnt, dass ich so meine Probleme mit dem langsamen Laufen habe. Erstaunlicherweise ging es mit dem Credo "du läufst zur Regeneration" im Kopf eigentlich ganz gut!

Und wirklich: fühlte sich der erste Lauf nach dem Halbmarathon noch recht "eckig" an, so war heute der gesamte Lauf schon wieder irgendwie "runder". Bei herrlichem Wetter war es so auch eine wahre Freude ganz langsam und entspannt durch die Landschaft zu zuckeln. Erstaunt nimmt man dann war, dass man erst ab 3km überhaupt anfängt zu schwitzen und selbst an Steigungen, an denen man sonst "beißt", kommt man kaum nennenswert außer Atem. Das alles hat irgendwie eine zusätzliche beruhigende und aufbauende Wirkung. Also: viel Spaß beim langsamen Laufen und beim Regenerieren - es lohnt sich!

Mittwoch, 15. April 2015

Buchempfehlung: Running Wild

Obwohl ich früher eine regelrechte Leseratte war, ist es in den letzten Jahren weniger geworden mit meiner Bücherleidenschaft. Meist lese ich entweder (Fach-)Zeitschriften, Laufmagazine oder hin und wieder mal einen Roman. Vorgestern begleitete ich meine Frau in den lokalen Buchladen. Sie wollte sich neue Lektüre beschaffen. Während sie ihre Bücher suchte, bin ich einmal in Richtung Reiseabteilung gegangen. Ursprünglich wollte ich mal schauen, ob es irgendwas Interessantes über das Loch Ness bzw. dessen nähere Umgebung gibt.

Mein Blick schweifte also über die Auslage und mit viel das Buch "Running Wild - Vom Partykönig zum Extremläufer" von Rafael Fuchsgruber ins Auge. Sofort fielen mir mehrere Artikel ein, die ich in verschiedenen Zeitungen gelesen hatte. In irgendeiner Ausgabe eines Laufmagazines hatte ich von ihm gelesen bzw. von einem Extremlauf den er in der Wüste gemacht hatte, und auch in der lokalen Zeitung war einmal ein Artikel. Der Autor wohnt nämlich ebenso wie ich in Hennef!



Mein Interesse war sofort geweckt! Aufgemuntert von meiner Frau ("Los - kauf das Buch! Dich interessiert es doch - ich streich auch rot im Kalender an das du eins gekauft hast...!") kaufte ich also das Buch. Gestern morgen wollte ich eigentlich nur kurz rein lesen und mal auf den ersten Seiten schauen, wie er schreibt und ob es wirklich so von Interesse ist für mich. Sofort war ich fasziniert und konnte das Buch tatsächlich nicht mehr aus der Hand legen! Ich habe es dann in einem Rutsch durch gelesen. Sowas ist mir lange nicht mehr passiert!

Ich kann das Buch echt jedem Läufer, Abenteurer und Reisefreund ans Herz legen. Es ist wirklich faszinierend und spannend und an vielen Stellen auch sehr emotional geschrieben. Rafael Fuchsgruber gibt einen tiefen Einblick in sein Leben und scheut auch nicht "unrühmliche" Lebensabschnitte wie Alkoholsucht, Trennungen und dergleichen peiszugeben. Mir hat die Offenheit, mit der er schreibt ziemlich imponiert - von den läuferischen Leistungen einmal ganz zu schweigen!

Das Buch ist gespickt mit beeindruckenden Fotos von den verschiedenen Events und Reisen. So kann man sich noch tiefer in die Reisen und Gegebenheiten mit reinversetzen. Unter anderem widmet er folgenden Laufevents eigene Kapitel:
  • Zagora Marathon 2006 in Marokko (42km)
  • Desert Ultra Race Namibia 2013 (250km)
  • Marathon des Sables in der Sahara (230km)
  • Libyan Challenge 2008 (200km Nonstop!)
  • Sahara Race in Ägypten 2010 (250km)
  • Gobi March 2011 (250km)
  • Jordan Race 2012 (250km)
  • Ultra Africa Race in Kamerun 2012 (200km)
  • Costa Rica Ultra (104km)
  • Run the Rann 2014 in Indien (101km)
  • Ocean Floor Race 2014 in Ägypten - Nonstop in der Sahara (260km)

Zusammen mit den persönlichen Passagen aus seinem Leben, den Trainingstipps, Ausrüstungsinfos und den ein oder anderen beruflichen Anekdoten, ergibt es ein wirklich spannenendes, sehr zu empfehlendes Buch! Also - auf ein den Buchladen oder zu Amazon und Buch bestellen! Damit es einfacher ist, hier noch die ISBN: 978-3-667-10152-5

Donnerstag, 26. März 2015

Ausprobiert: Porridge-Power

Heute war es wieder einmal so weit: ich wollte gern mal wieder ein Läuferrezept aus einer Laufzeitung ausprobieren. In der aktuellen Ausgabe der Runnersworld ist da genau das passende Rezept dabei gewesen. Der Artikel heißt "Porridge-Power" und stellt verschiedene Porridge-Rezepte vor. Porrdige (oder auch Haferbrei, Haferflocken in Milch, wie ihn die meisten Nicht-Engländer und Nicht-Läufer kennen) wird oft in süßen Varianten gegessen. Auch die Runnersworld hat verschiedene süße Rezepte dabei. Für mich interessant war allerdings eher eine herzhafte Variante. 

Man benötigt für 4 Personen:


Für den Haferbrei:
150 Gramm Haferflocken
750 ml Milch

Spezialzutaten:
80 ml Hühnerbrühe
100 Gramm frischen Spinat (hier hab ich bedeutend weniger genommen, da Spinat nicht grade meinen Leibspeisen zählt)
35 Gramm Parmesan (gerieben)
20 Gramm getrocknete Tomaten
Pfeffer

Für oben drauf (pro Portion):
30 Gramm Schinkenwürfel
1 Spiegelei
1 Teelöffel gehackter Schnittlauch oder Petersilie
1 Spritzer Tabasco-Soße


Im Grunde geht das alles ganz einfach. Man schüttet die Milch und die Haferflocken zusammen in einen Topf und kocht es unter Rühren so lange auf, bis ein zäher Brei entsteht. In der Zeit kann man schon einmal die benötigten Spiegeleier fertig machen. Ist der Brei fertig, rührt man die Spezialzutaten dazu und lässt alles warm werden. Zu guter Letzt wird alles auf die Teller verteilt und mit den verbliebenen Zutaten garniert.



Das Rezept geht recht schnell zu machen und schmeckt wirklich ausgesprochen gut! Allerdings sättigt es echt ungemein und man unterschätzt die benötigte Menge leicht.


In dieser Variante unterstützen die Nitrate des Spinats die Muskelfunktionen während des Trainings. Ei und Schinken liefern dazu dann das Eiweiß für die Muskelregeneration. Vielleicht probiere ich in Zukunft auch noch einmal andere Varianten aus. Es gibt da noch eine herzhafte Variante mit Nüssen, Gouda und Speck, die ziemlich lecker klingt...

Sonntag, 8. März 2015

Im Test: der Activity Tracker Polar Loop

Ich habe mir vor ein paar Tagen ein neues Spielzeug gegönnt - den Polar Loop Activity Tracker. Ich habe ihn jetzt ein paar Tage getragen und wollte das zum Anlass nehmen einmal einen kurzen Bericht darüber abzugeben. Vielleicht hilft das ja dem einen oder anderen, der sich auch mit den Gedanken trägt einen Activity Tracker zu kaufen.

Zunächst einmal: ein Activity Tracker ist kein Ersatz für eine Laufuhr bzw. Trainingscomputer mit GPS! Wer also seine Läufe tracken möchte, sucht hier an der falschen Stelle bzw. das falsche Produkt. Ein Activity Tracker wie der Polar Loop hat kein GPS-Modul, er weiß also nicht, wo man sich grade befindet. Der Loop arbeitet mit einem 3D-Beschleunigungssensor und wird am Handgelenk getragen. Das Armband finde ich eigentlich recht modisch schick.

Über den Sensor wird dann quasi 24/7 jegliche Bewegung und Aktivität aufgezeichnet. Anhand der Angaben zum Körper (wie Größe und Gewicht, Geschlecht etc), die man Anfangs bei der Einrichtung eingegeben hat, werden  in Verbindung mit den aufgezeichneten Bewegungsdaten die verbrauchten Kalorien berechnet und auch eine Anzahl an Schritten berechnet/geschätzt, die der Loop aus der Bewegung erechnen kann. 
 
Es gibt die Möglichkeit 3 Bewegungsprofile zu unterscheiden, anhand derer man seine Tagesziele definiert. Kurz gesagt gibt es die Unterscheidung in "viel sitzen und ab und an Bewegung", "mittlere Aktivität" und "dauernd in Bewegung". Je nach gewähltem Profil dauert es unterschiedlich lange, bis die Tagesanforderung an Bewegung erreicht ist. Der Loop gibt jederzeit per Tastendruck Feedback, wie der derzeitige Stand ist und was noch getan werden muss (als Vorschlag z.B. 30 Minuten joggen), um das Ziel zu erreichen.

Ich habe für mich erstmal das Profil mit der kleinsten Stufe ausgewählt, da ich tagsüber ja schon viel sitze. An Tagen, wo ich Trainingsläufe habe, übertreffe ich daher mit den Läufen das Ziel mit Leichtigkeit.


Trägt man den Loop auch Nachts, so erhält man ebenso eine Auswertung wie lange und wie ruhig und erholsam der Schlaf war. Die Auswertung ist an dieser Stelle nicht so detailiert, wie z.B. die Auswertung über eine Schlafapp wie "Sleep Better" von Runtastic, dafür muss man aber sein iPhone auch nicht neben das Kopfkissen legen und auch keine "Starttaste" drücken mit dem Ziel "ich schlafe ab jetzt". Der Loop erkennt alles automatisch anhand der Bewegungssensoren und der Lage in der man sich befindet.

Ein weiterer Punkt, weshalb ich mich ausgerechnet für den Loop entschieden habe, ist der das man den Loop auch beim Duschen und Waschen und Schwimmen anlassen kann - er ist bis zu 20 Meter wasserdicht laut Anleitung. Zuerst wundert man sich unter der Dusche ein wenig: das Wasser lässt die kapazitive Taste nämlich reagieren, wie ein Druck mit dem Finger. Das Display zeigt also plötzlich etwas an, obwohl man gar nicht selbst drauf gedrückt hat. Laut Polar ist dies aber normal und kein Problem. Außer vielleicht, das der Akku dadurch etwas stärker beansprucht wird und er früher wieder geladen werden muss.

Geladen wird der Loop mittels eines speziellen USB-Kabels am PC oder mit einem optionalen entsprechenden Adapter an der Steckdose. Man kann ihn aber schon ein paar Tage anhaben und muss nicht jeden Tag laden.

Die Auswertung der gesammelten Daten erfolgt entweder über die Loop-Webseite von Polar oder über die Polar Flow App für das iPhone. Der Loop kommuniziert mit dem iPhone per Bluetooth. Dabei werden iPhones ab Model 4S unterstützt. Beide Auswertungsmöglichkeit bieten, wie ich es bisher gesehen habe, ziemlich den gleichen Umfang. Wenn jemand einen Polar GPS-Trainingscomputer wie den V800 besitzt, hat er über die Webseite aber mehr Möglichkeiten. Für den Loop reicht meiner Meinung nach die App. Der Datenabgleich mit dem iPhone per Bluetooth ist außerdem bequemer als per USB-Kabel mit dem PC.

Ich bin bisher zufrieden mit dem Loop. Zum Schluss noch schnell eine kurze Zusammenfassung mit den für mich positiven und negativen Punkten:

Positiv:
  • schickes Design
  • angenehm zu tragen
  • wasserdicht
  • Datenabgleich mit iPhone möglich
  • daher Daten per App einsehbar
  • Schlaftracking möglich
Negativ:
  • fummelige Anpassung des Armbandes  am Anfang
  • dieses ist nicht wieder verlängerbar bei Bedarf! (einmal gibt Polar aber angeblich einen Austausch für "Verschnitt"
  • Taste reagiert auf Wasser und Display zeigt dann wild was an beim Duschen

Mittwoch, 11. Februar 2015

Die Sache mit den Laufklamotten...

Ich führe ja schon einge Statistiken rund ums Laufen, was ich aber so gar nicht auf der Überwachungsliste habe, ist wie lange die Laufklamotten halten. Finde ich ehrlich gesagt nun auch nicht so wichtig, wie bei Schuhen, wo man ja wirklich zusätzliche Informationen und Hinweise durch die Statistiken dazu erhalten kann.

Auch bin ich bei Schuhen ein absoluter Markenfreund! Ich würde niemals mit solchen "Billigtretern" aus dem Lidl oder von anderen Discountern laufen. Dabei kommt es mir natürlich nicht drauf an, möglichst die Coolness zu steigern durch tragen von Asics, Brooks, Salomon oder dergleichen. Es ist einfach durch Tests in Lauflaboren erwiesen, das die Schuhe aus den Discountern eben auch nur für den Preis den sie kosten taugen.

Anders sehe ich das bei Laufshirts, Laufhosen, Mützen, Handschuhen und was sonst noch so zur Ausrüstung gehört. Es hat sich bei mir mittlerweise da eine ganze Kollektion an Klamotten angesammelt. Markenklamotten sind da allerdings die Ausnahme! Bisher habe ich da für mich nicht die Notwendigkeit gesehen für z.B. ein Nike-Laufshirt beispielsweise 60€ zu zahlen, wenn ich eins von Crane bei Lidl für 5€ haben kann. Zugegeben: ich habe ein Langarm-Laufshirt von Nike. Das war einmal irgendwo im Angebot und hat kaum mehr gekostet im Ausverkauf, als ein Noname-Produkt. Vergleiche ich nun die Noname-Produkte mit dem Markenprodukt fällt mir zwar schon eine Verarbeitungsqualität auf, die bei den Markenprodukten eindeutig besser ist. Bei den Preisunterschieden kaufe ich mir aber lieber ein paar mal ein neues Shirt und schmeiße es weg, wenn es hin ist. Willkommen in der Wegwerfgesellschaft... ;-)

Gestern fiel mir auf, dass meine dicke Winterlauftight durch die Dauereinsätze der letzten Zeit wohl gelitten hat und sich erste Löcher zeigen. Also habe ich mir vorhin bei Runnerspoint online direkt mal Ersatz geordert: 


Das ist übrigens meiner Meinung nach eine gute Alternative: die Eigenprodukte von Runnerspoint (Marke RP) sind meiner Erfahrung nach - ich hab davon sowohl kurze Lauftights als auch eine Laufjacke - von sehr guter Qualität und preislich sind sie auch eher im unteren Segment angesiedelt.

Das beachten des Sales bei z.B. Runnerspoint ist ein weiterer wichtiger Tipp. So kommt man nämlich immer mal wieder zu günstigen Restposten von Marken, wenn man das Glück hat, dass seine Größe noch verfügbar ist. Auf diese Weise kann man dann selbst die Unterschiede zwischen Noname-Produkten und Markenprodukten einmal testen und für sich selbst entscheiden, ob einem der Aufpreis es wert ist. 

Goodie für mich bei der heutigen Bestellung war im Übrigen dann eine Under Armour Mütze:





Mal schauen, ob sich da dann im Test ein Unterschied zu meinen sonstigen Noname-Mützen bemerkbar macht...

Freitag, 30. Januar 2015

Laufschuhkauf leicht gemacht

Ich hatte es ja schon "angedroht" in einem der letzten Blogposts - ich möchte mal vorstellen, wie ich mir Laufschuhe aussuche und diese versuche möglichst günstig zu bekommen. Gewiss ist das jetzt nicht die Referenzmethode und der ein oder andere mag das vielleicht nicht so machen wollen, aber ich denke das trotzdem möglicherweise hier jemand ein paar Anregungen erhalten kann.

Wichtig zu wissen ist zu allererst einmal, welche Art von Schuhen man benötigt. Es gibt unterschiedliche Modelle bei den diversen Anbietern für die unterschiedlichen Arten von Abrollverhalten der Füße. Man unterscheidet zwischen Überpronation, Supination und Neutral. Überpronation ist dabei das "Einknicken" bzw. das Übermäßige Kippen des Fußes nach Innen beim Abrollen. Supination ist das genau Gegenteil davon (also nach Außen). Neutral bedeutet das es keine übermäßige Pronation gibt und das Abrollverhalten "normal" ist. Joggen-online.de hat dazu eine ganz anschauliche Grafik erstellt:


Welches dieser Abrollverhalten man selbst an den Tag legt, kann man testen lassen. Dies geht zumeist in (Lauf-)Sportläden oder auch bei Orthopäden. Der einfachste Weg ist es einen Test im Laufshop zu machen. Dort erhält man die Unterstützung eines geschulten Mitarbeiters. Es gibt mehrere Methoden, die dabei angewandt werden. Oft (z.B. bei den Runnerspoint-Filialen) läuft man dann im Laden auf einem Laufband und der Fuß wird gefilmt. Im Nachgang analysiert der Mitarbeiter das Video und kommt zu dem Schluß, welches Abrollverhalten man an den Tag legt. Ich selbst war in einer Intersport-Filiale. Dort wurden meine Füße gescannt. Dazu steigt man mit nackten Füßen auf eine Glasplatte unter der ein Scanner arbeitet. Ein Computerprogramm analysiert dann anhand des Scans die Druckpunkte und wertet es dann dementsprechend aus.
Bei beiden Methoden ist es ratsam, und auch durch die Mitarbeiter gern gesehen, wenn alte Laufschuhe oder auch Straßenschuhe mitgebracht werden. Diese können dann zusätzlich zu Rate gezogen werden, wenn der Abrieb der Sohle untersucht wird.

Diese Analysen sind kostenlos bei den meisten Anbietern. Klar - die wollen ja auch Schuhe verkaufen. Natürlich kann man sich die Analyse erstellen lassen und die Schuhe dann im Netz kaufen. Irgendwie hinterlässt das dann einen faden Beigeschmack und ich würde vorschlagen das erste Modell nach der Analyse dann auch direkt im Laden zu kaufen. Das gebietet irgendwo schon der Anstand.

Allerdings muss ja auch jeder sehen wo er bleibt und bei teilweise bis zu 50% Ersparnis gegenüber den Sportläden, sehe ich es dann auch nicht unbedingt mehr ein im Laden zu kaufen! Ein gutes Beispiel waren meine Asics Gel Kinsei 4. Als ich diese gekauft habe wollte der Sportladen vor Ort die UVP für den Schuh haben: 200€. Über einen Händler bei Amazon (im konkreten Fall war der sogar aus Großbritannien) habe ich exakt den gleichen Schuh dann für 105€ bestellt - bei derartigen Preisunterschieden hört der Spaß - für mich zumindest - dann auf.

Wenn ich nach neuen Schuhe suche, schaue ich mir erst einmal das Wunschmodell aus. Ich weiß dass ich bei Asics Schuhgröße 46,5 habe und mir die Schuhe da sehr gut passen. Im Allgemeinen wird empfohlen eine bis anderhalb Nummern größer zu kaufen als die normale Schuhgröße beträgt. So habe die Zehen genug Platz bei dem beständigen Abrollen in der Laufbewegung. 
Möchte man einmal die Marke wechseln, ist es empfehlenswert den Schuh im Laden zumindest einmal anzuprobieren, um die richtige Größe zu ermitteln.

Meine erste Anlaufstelle ist dann immer Amazon und Ebay. Dort bieten viele Händler die Schuhe an und das meist auch zu sehr guten Preisen. Auf diese Art und Weise erhalte ich schon einmal einen Überblick für welchen Preis der Schuh im Schnitt gehandelt wird. Im folgenden besuche ich dann gezielt Runningshops und suche dort nach den Modellen. Anlaufstellen da sind bei mir folgende Seiten:


Zu Decathlon muss man sagen, das die Auswahl an Laufschuhen eher gering ist und es dort hauptsächlich Asics Angebote gibt. Der Shop ist allerdings klasse für Laufbekleidung! Aber das ist ein anderes Thema - dennoch soll er der Vollständigkeit halber hier auch nicht fehlen.

Es lohnt sich übrigens (grade bei 21run.com) sich im Newsletter eintragen zu lassen. Dort werden oft Hinweise auf besondere Aktionen und auch Gutscheincodes verschickt. Zu beachten ist dabei das es oft einen Mindestbestellwert gibt, bevor der Gutschein gilt. Auch da lohnt sich ein genauer Blick. Beim Kauf meiner Kinsei 5 war damals der reguläre Preis auch 200€. Bei 21run gab es damals einen Gutscheincode über 21€ - bei einem Bestellwert von mindestens 130€. Die Kinsei 5 waren allerdings im Angebot für 125€. Kurzerhand habe ich mir für 5€ noch ein Pulver Sportgetränk dazu bestellt und war damit auf den 130€, so dass der Gutschein galt. Gesamtpreis für die Bestellung dann also 109€... ;-)


Donnerstag, 22. Januar 2015

Reinigungstipps für Schuhe und Vergleich Kinsei/Nimbus

Heute habe ich mir mal meine beiden aktuell von mir genutzten Laufschuhpaare (Asics Gel Kinsei 5 und Asics Gel Nimbus 16) genommen und diese ein wenig sauber gemacht. Zusätzlich zu diesen beiden "Straßenvarianten" nutze ich noch die Trailschuhe (Salomon SpeedCross 3CS) - je nach Witterung und Wetter.

Zunächst möchte ich gerne ein paar Tipps geben, wie ihr am besten eure Laufschuhe reinigt. Es gibt da unterschiedliche Theorien und natürlich auch Vorlieben bei den Läufern. Diese reichen von "der Dreck fällt von allein ab" bis zu "nach jedem Lauf wandern die Teile in die Waschmaschine". Nun ist allerdings nicht jede Behandlung gleich gut für die Haltbarkeit des Schuhs! Daher hier meine Methode:

Wenn die Schuh (sehr) nass geworden sind, diese mit Zeitungspapier ausstopfen und an einen warmen Ort stellen. Auch hier sollte nicht übertrieben werden: auf die Heizung ist ungeeignet, ein warmer Ort wie z.B. ein Hauswirtschaftsraum, Heizungsraum oder möglicherweise Badezimmer reicht aus. Nach dem Trocknen nehmt ihr dann eine Schuhbürste und striegelt den groben Schmutz ab. Wenn die Schuhe richtig trocken sind, dürfte diese Behandlung den meisten Läufern für ihre Schuhe vom Ergebnis her schon ausreichen!
Der Feinschliff ist dann folgendes: mit einem Allzweckreinigungstuch lassen sich wieder Glanz herstellen und mit einem kleinen spitzen Schraubendreher oder einem anderen spitzen Gegenstand lassen sich kleine eingetretene Steinchen aus dem Profil pulen.
Das Waschen der Schuhe in der Waschmaschine solltet ihr unbedingt vermeiden! Die Seifenlauge und die warme Temperatur setzen den Klebstoffen, die bei modernen Laufschuhen verwendet werden, zu stark zu! So kann es vielleicht bei einigen Malen gut gehen, beim anderen Mal hat man plötzlich die Sohle einzeln in der Trommel...

Als ich meine Schuhe heute dann sauber gemacht hatte, habe ich sie dem Routinecheck unterzogen: ich schaue mir die Schuhe dann genau an und checke so, ob noch alles ist wie es soll. Stimmt die Schuhgeometrie noch oder sind sie "schiefgelatscht", sind sie irgendwo eingerissen, abgenutzt?


Dabei kam mir heute der Gedanke einen kurzen Vergleich der beiden Modelle zu machen. Beide Paare haben jetzt ähnlich viele Kilometer runter. Die Kinsei 5 (rot) liegen bei 412km, die Nimbus 16 (blau) haben knapp 360km runter. Gekauft habe ich die Kinsei 5 im April 2014, die Nimbus 16 im Oktober 2014. Seit dem ich die Nimbus habe, laufe ich nur noch selten mit den Kinsei und wenn auch nur noch Strecken bis ca 10km. 

Die Kinsei 5 haben mich im Gesamten gesehen ein wenig enttäuscht. Ich hatte sie mir im April als Nachfolger für die Kinsei 4 geholt, von denen ich nach wie vor sehr begeistert bin. Mit der 4er-Version bin ich über 1100km gelaufen. Die Kinsei 5 haben bereits nach knapp 400km einen Zustand erreicht, wo ich mir damit keine Langstrecken mehr zumuten möchte! Eigentlich schade - denn sie tragen sich grade vom Gewicht her sehr gut und fühlen sich am Fuß auch um einiges leichter an als die Nimbus. Allerdings macht sich das Gefühl breit, als wäre die Fersenpartie des Schuhs schon irgendwie ausgehärtet und die Dämpfung nicht mehr das was sie sein sollte. Der Schuh fühlt sich recht schnell im hinteren Bereich hart an. Dadurch merke ich nach den Läufen verstärkt meine Waden.



Der Fersenbereich ist eigentlich auch die Besonderheit am Kinsei. Er besteht aus 6 Gelpolstern, die je zu Zweierpaaren zusammen gefasst sind. Dazwischen befinden sich große Freiräume. Beim Kinsei 4 war dieses noch stärker ausgeprägt. Dieser hatte nicht den oben im Bild zu erkennenden Steg aus schwarzem Plastik, der den Fersenbereich mit der Mittelsohle verbindet. Genau in dieser Änderung vermute ich auch dann das Problem. Möglicherweise erzeugt das genau das harte Gefühl an der Ferse, wenn die Dämpfungseigenschaften des Schuhs nachlassen...



Auch im direkten Vergleich lassen sich Unterschiede erkennen. Im oberen Bild schön zu erkennen ist die kompaktere und schmalere Bauweise des Kinsei. Daneben sieht der Nimbus schon ganz schön wuchtig aus. Beide Schuhe hier sind übrigens die gleiche Größe: 46,5.
Im unteren Bild lassen sich die unterschiedlichen Abnutzungsstärken erkennen. Der Kinsei wirkt irgendwie glatt und speziell im schon angesprochenen Fersenbereich erkennt man starken Abrieb der Sohle. Auch beim Nimbus ist dieser vorhanden, aber deutlich schwächer ausgeprägt als beim Kinsei. Und die ca. 50km mehr die der Kinsei runter hat, dürften den Unterschied nicht so deutlich werden lassen - zumal beide Schuhe auch nicht stark unterschiedlich vom Streckenprofil her genutzt werden.


In diesem Bild hier lässt sich ein weiteres Problem des Kinsei erkennen: das Obermaterial des vorderen Schuh-Bereiches reißt ein. Diese Problem trat bereits nach knapp 200km auf. Instabil wird der Schuh dadurch nicht. Es ist sozusagen nur die obere Schicht. Recherchen im Internet haben ergeben das das Problem bei wohl sehr vielen Kinsei auftritt und meine da kein Einzelfall sind. Auch die Runnersworld hat in einem Heft in der Rubrik "Murks" schon darüber berichtet. Für einen Schuh der als das Spitzenmodell des Herstellers gilt und eine UVP von knapp 200€ hat, ist diese Materialschwäche jedenfalls inakzeptabel.


Dem Nimbus 16 sieht man die Kilometer hingegen eigentlich gar nicht an. Nach der Reinigung könnte man nicht meinen das ich damit schon in strömendem Regen gelaufen bin und auch Waldwege nicht gescheut habe. Er sieht nahezu aus wie neu. Das Modell würde ich definitiv wieder kaufen. Auch der Schuh ist mit einer UVP von 179€ kein Billigtreter, aber sein Geld doch definitiv wert.

In einem der nächsten Artikel werde ich einmal erklären, wie ich beim Laufschuhkauf vorgehe und wo ich meine Schuhe günstig bekomme. Denn ich lege selber großen Wert darauf möglichst kostengünstig an möglichst gute und aktuelle Schuhe zu kommen.